/ Juli 22, 2020/ Gewaltfreie Kommunikation, Social Change/ 0Kommentare

Wiedereinmal verspüre ich nach dem Lesen eines Artikels von Charles Eisenstein den Wunsch, ihn zu teilen.

Nach „Die Krönung“ widmet sich Charles in seinem Artikel „Der Verschwörungs-Mythos“ der Frage, was denn eine Verschwörungstheorie überhaupt sei.

Unter anderem kommt er zu dem Schluss:

Wie in der Bioterrain Theorie, in der Keime die Symptome und Nutznießer der erkrankten Gewebe sind, sind die verschworenen Cliquen genauso Symptome und Nutznießer einer erkrankten Gesellschaft: einer Gesellschaft, die durch eine Mentalität des Krieges, der Angst, der Abgespaltenheit und Kontrolle vergiftet ist.


Und weiter:

Wenn man sich von einer Gewissheit gleich zur Nächsten rettet, übergeht man das heilige Zwischenreich der Unsicherheit, des Nichtwissens, der Demut, in dem wahrlich neue Information entstehen darf.


Charles schließt mit den Worten:

Dem Gewühl der wettstreitenden Narrative und den unvereinbaren, zugrundeliegenden Mythologien zum Trotz können wir Handlungen anstreben, die abseits all dieser Geschichten sinnvoll sind. Wir können nach den Wahrheiten suchen, die im Qualm und Lärm des Schlachtengetümmels untergehen. Wir können die unhinterfragten Selbstverständlichkeiten beider Seiten in Frage stellen. Und wir können Fragen stellen, die noch von keiner Seite gestellt wurden. Wir können uns unparteiisch bewegen und von beiden Seiten lernen. Auf die Gesellschaft übertragen können wir, indem wir alle Stimmen, auch die marginalisierten, mit einbringen, einen breiteren sozialen Konsens schaffen und beginnen, die Polarisierung zu heilen, die unsere Gesellschaft zerreißt und lähmt.


Ich mag diese Sichtweise sehr. Das Ende könnte ich auch so zusammenfassen, wie es Rumi formuliert hat:

„Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort. Dort können wir einander begegnen.“


Tja, und damit bin ich bei einer der Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) angelangt…

PS: Natürlich kann man genausogut auf Buddhismus, Achtsamkeit und vieles andere kommen, was dem Gemeinsamen dient und das Trennende beendet. Hier finde ich alles hilfreich – einander ergänzend und gleichermaßen zielführend.

PPS: Hier nochmal der Link zum angesprochenen Artikel von Charles Eisenstein: https://charleseisenstein.org/essays/der-verschworungs-mythos

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